Besuch des Staatsekretärs für Infrastruktur und Umwelt bei EVI

Staatssekretär Atsma zeigte sich beeindruckt bei seinem Besuch der Abfallenergieanlage EVI

Joop Atsma, Staatssekretär des niederländischen Ministeriums für Infrastruktur und Umwelt, besuchte am 24. Oktober 2011 die Abfallenergiezentrale EVI im grenzüberschreitenden Europark bei Coevorden-Laar. EVI verwertet dort mit einer der modernsten Anlagen Europas besonders nachhaltig und umweltgerecht jährlich circa 365.000 Tonnen Restabfall und gewinnt dabei alternative Energie.

Grenzüberschreitende Problematik

Das Unternehmen EVI hat auf seinem grenzüberschreitenden Areal die Abfallverbrennunganlage auf deutscher Seite und die Energiezentrale auf niederländischer Seite der Grenze errichtet. Wegen dieser grenzüberschreitend strukturellen Nutzung des Geländes wird EVI regelmäßig mit Problemen konfrontiert, die aus der Beteiligung zweier Länder resultieren. Hierzu wollte sich Staatssekretär Atsma vor Ort aktuell informieren lassen. Mit der Direktion der EVI wurde beraten über bürokratische Belastungen des Unternehmens bei grenzüberschreitender Anlieferung  von Abfall und der Problematik steuerlicher Regelungen und Doppelbelastungen.

Nachhaltigkeit

EVI gab Einblick in die Abläufe und Möglichkeiten der modernen Anlage. Besonders hohe Investitionen in ein aufwendiges Rauchgasreinigungverfahren ermöglichen minimale Emissionswerte. Zudem realisiert EVI die Gewinnung von "grünem" Strom aus alternativer Quelle und damit verbunden die äquivalente Reduktion von CO2 durch herkömmliche Energiequellen. 

Erhöhung der Recycling Zielsetzung

Während der Führung galt besondere Aufmerksamkeit der neuen Aufbereitungsanlage für Kesselrostaschen, sogenannter Schlacken. Jährlich werden hier aus den Schlacken 10% wertvolle Metalle recycelt. In Zusammenarbeit mit dem zugehörigen Beton- und Wertstoffrecyclingbetrieb entwickelt EVI Lösungen zur weiteren sinnvollen Nutzung der Schlacken als Grundstoff. Staatssekretär Atsma zeigte sich sehr beeindruckt von diesen Perspektiven und betonte, dass dies zu der Erhöhung der Recycling Zielsetzung beitragen kann. Die Planungen entsprechen den Forderungen des Staatsekretärs in seinem "Abfallbrief" , der sich im August 2011 an das Parlament wendet.